Am 21.10. ist unsere kleine Reisegruppe (wir waren nur 5 Teilnehmer) von Frankfurt aus gestartet. Mit Singapore Airlines ging es erstmal zum ersten Zwischenstopp nach Singapore. Bevor es weiter nach Hanoi ging hatten wir dort einige Stunden Aufenthalt und haben den Flughafen etwas erkundet. Der Sunflower-Garden (Aussenbereich mit vielen Sonnenblumen) vermittelte uns den ersten Eindruck über das schwüle Klima Asiens und so suchten wir schnell wieder die klimatisierten Bereiche innerhalb des Flughafens auf und konnten u.a. die tägliche Fütterung der Kois in den Teichanlagen beobachten. Dann ging es endlich weiter nach Hanoi.
Am Flughafen wurden wir von unserem ersten vietnamesischen Reiseleiter Ving in Empfang genommen und er besorgte uns unsere Visa. Da wir ja nur 5 Reisende waren ging alles schön schnell und alles klappte wunderbar und zum Glück waren dann auch noch alle unsere Koffer da. Draussen wurden wir dann von Stefan, unserem Reiseleiter, in Empfang genommen. Mit dem Bus fuhren wir erstmal in das Chains First Eden Hotel in der Nähe der Altstadt von Hanoi. Nach einer kurzen Verschnaufpause und Kofferauspacken gingen wir dann gleich gemeinsam zu Fuß durch die Altstadt. Der Verkehr, die vielen Mofas, das ständige Hupen und die Betriebsamkeit in den kleinen engen Gassen ... es war einfach unglaublich ... Zum Abendessen sind wir dann in das Tamarind-Cafe gegangen, wo Stefan für uns ein vegetarisches Essen reserviert hatte.
Den gesamten Tag haben wir Hanoi erkundet. Mit dem Bus ging es zuerst zum Ho Chi Minh Mausoleum. Da der einbalsamierte Leichnam von Ho zwecks jährlicher "Restaurierungsarbeiten" gerade in Russland war, konnen wir das Mausoleum jedoch nicht besuchen und so mussten wir uns mit einem Blick von außen zufriedengeben. Zu Fuß ging es dann weiter zum Präsidentenpalast, einem schönen restaurierten Kolonialbau, der heute für offizielle Empfänge genutzt wird. Ho hätte diesen Palast auch nutzen können, aber er lehnte dies ab und ließ sich gleich nebenan in einem gepflegten Garten mit Karpfenteich ein Haus in Pfahlbauweise bauen. Diesen Pfahlbau haben wir dann als nächstes besichtigt. In einer nicht abreissenden Warteschlange drängen sich dort die Touristen um einen Blick in die privaten Räume von Ho werfen zu können.
![]() Ho Chi Minh - Mausoleum |
![]() Ho Chi Minh - Haus |
Mit dem Bus ging es dann weiter zur Einsäulen-Pagode (Chua Mot Cot), die 1049 von Kaiser Ly Thai Tong gebaut wurde, der von 1028-1054 regierte. 1954 wurde die Pagode durch die Franzosen zerstört und wurde dann durch die neue Regierung wieder aufgebaut. Weiter ging es zum Museum der schönen Künste mit Skulpturen, Gemälden, Lackarbeiten, Keramiken und anderen traditionellen Kunstgegenständen.
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Einsäulenpagode |
Ho Chi Minh Museum |
Ho Chi Minh Mausoleum |
Museum der schönen Künste |
Alte Kunst |
Dann ging es wieder weiter mit dem Bus zu unserem nächten Ziel. dem Literaturtempel. Der Literaturtempel (Van Mieu) wurde 1070 von Kaiser Ly Thanh Tong gegründet, der ihn Konfuzius widmete. 1076 wurde hier die erste Universität eingerichtet, in der die Mandarine ausgebildet wurden. Auf diversen steinernen Stehlen, die von Schildkröten getragen werden, sind die Namen derer verzeichnet, die hier ihre Doktorprüfung abgelegt haben.
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Literaturtempel |
Im Literaturtempel |
Literaturtempel |
alter Vietnamese |
Schildkröten mit Stelen |
Nachdem wir so viel gesehen hatten, hatten wir erstmal Hunger, und so führte uns Stefan in eine typisch vietnamesische Suppenküche und wir aßen alle Pho Ga (Hühnersuppe mit Reisnudeln).
Gut gestärkt setzen wir uns dann alle ins Cyclo uns ließen uns durch die Altstadt fahren. Der Verkehr und die vielen Mofas waren wirklich beeindruckend. Obwohl es fast gar keine Ampeln gibt, klappt der Verkehr in den kleinen engen Gassen einwandfrei, alle fahren in etwa durchgängig die gleiche Geschwindigkeit und es wird nur sehr selten gebremst, dafür wird umso öfter gehupt. Hindernisse wie Fußgänger und Abbieger werden einfach umfahren. Enstprechend muss man sich dann auch als Fußgänger verhalten, wenn man über die überfüllten Straße möchte. Einfach loslaufen und dann mit gleichbleibender Geschwindigkeit weiter ... der Verkehr reagiert drauf und alle fahren um einen herum. Die Altstadt zeichnet sich durch viele schmale Straßen mit Kolonialbauten aus. Die Häuser haben meist eine sehr schmale Häuserfront, sind dafür aber umso tiefer gebaut.
Nun war erstmal eine Verschnaufpause im Hotel angesagt. Ich habe dann noch einen kurzen Spaziergang zur Long Bien-Brücke gemacht.
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Cyclo-Fahrer warten auf Kundschaft |
Strommast in der Altstadt |
Häuser in der Altstadt |
Neubauten am Rande der Altstadt |
Long Bien Brücke |
Abends sind wir dann zum Wasserpuppentheater gegangen. Beim Wasserpuppentheater stehen die Puppenspieler hinter der Bambusbühne im Wasser und steuern über lange Stangen die Puppen im vorgelagerten Wasserbecken. Das Programm setzt sich aus mehreren kurzen Episoden zusammen und wird durch einige Musiker live begleitet.
Zu Fuß ging es dann weiter zum Abendessen ins Little Hanoi-Restaurant, und danach dann ins Hotel.
© Claudia
Leverentz
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