08.11.2003
Saigon - Mekong-Delta

Heute verliessen wir Saigon und fuhren Richtung Mekong-Delta. Unterwegs machten wir einen kurzen Zwischenstopp an einer Kirche der Cao Dai-Sekte. Der Caodaismus ist der Versuch, eine ideale Religion durch Verschmelzung der weltlichen und religiösen Philosopien aus West und Ost zu schaffen. Das Ergebnis ist eine Verschmelzung aus Buddhismus, Konfuzianismus, Taoismus sowie Christentum und Islam.


Cao Dai-Kirche

Cao Dai-Kirche

Wir fuhren danach weiter zum Bootsanleger von Ben Tre und unsere Fahrt ging von nun an weiter mit dem Boot. Als erstes legten wir bei einer Kokusnuss-Candy-Fabrik an. Wir konnten dort zusehen, wie leckere Kokosnusskaubonbons in Handarbeit hergesetellt und verpackt werden. Per Ponykutsche ging es weiter zu einem kleinen Gartenrestaurant, in dem wir bei Tee und frischen Obst ein wenig Entspannen konnten. Wer wollte, konnte sich mit der Pythonschlange fotografieren lassen oder - mit fachkundiger Anleitung - seinen Finger in einen Bienenstock stecken um sich ein wenig Honig zu mopsen.


Kokosnuss-Bonbon-Fabrik

Kokosnuss-Bonbons

Boot am Mekong

Ponykutschfahrt

Pythonschlange

Dann ging es weiter zu einem kleinen Nebenarm des Mekong. Wir stiegen nun in kleine wackelige Ruderboote und glitten leise durch die sehr beeindruckende Landschaft. An der Mündung zum Hauptfluss stiegen wir dann wieder auf unser Motorboot um. Mittagessen gab es in einem Restaurant, welches auf hohen Stelzen im Wasser des Mekong stand. Wir erhielten ein leckeres Menue mit Elefantenohr-Fisch, Garnelen und Frühlingsrollen ... Wie sich später herausstellte, war dieses Menue quasi ein Standardmenue in dieser Gegend, denn auch bei unserern beiden folgenden Essen haben wir genau das gleiche Menue präsentiert bekommen. Wir besichtigten noch eine Insel, auf der man sich auf die Verarbeitung von Kokosholz spezialisiert hat und allerlei mehr oder weniger sinnvolle Dinge produziert (Ess-Stäbchen, Löffel, Souveniers).


Am Nachmittag kamen wir dann bei einer einheimischen Familie an, bei der wir auch die Nacht verbringen sollten. Unsere Feldbetten standen in Freien unter einem Dach und waren mit Moskitonetzen geschützt. Vor dem Abendessen haben wir noch einen Spaziergang zur örtlichen "Dorfschenke" unternommen und einen frisch gepressten Zuckerrohrsaft getrunken. Als wir gerade den nebenliegenden buddhistischen Tempel besichtigt haben, fing es zum ersten Mal während unserer Reise an zu regnen. Es goss wie aus Kübeln und der Mönch liess es sich nicht nehmen, uns alle zu einem Tee einzuladen. Während wir den Tee tranken bot uns der Mönch leckere Früchte an, die er zuvor einfach vom Altar genommen hatte ... da haben wir also einfach die Opfergaben der Gläubigen aufgegessen ... Der Mönch schien sowieso etwas unkonventinell zu sein, denn er rauchte in unserer Anwesenheit Zigarette.


Wasserkokosnuss

Baumbrücke

Dorfstraße

buddhistisches Kloster

Feldbett

Wir hatten Glück und nach ca. einer halben Stunde hörte es auf zu Regnen und wir gingen fast trockenen Hauptes wieder zurück nach Hause, wo wir nach einem Elefantenohr-Fisch-Menue dann mit den Einheimischen einen netten Abend verbracht haben. Nachdem extra ein paar Musiker aus der Umgebung angefahren kamen um uns etwas vorzusingen taten wir uns dann etwas schwer, als wir auch etwas vorsingen sollten. Uns fiel tatsächlich nicht ein einziges Lied ein, welches wir alle kannten bzw. von dem wir mehr als eine Strophe auswendig konnten. Schließlich haben wir einfach die erste Strophe von "Oh Tannenbaum" dreimal hintereinander gesungen, frei nach dem Motto "das merken die sowieso nicht, wenn wir immer das gleiche singen" *hehe*

09.11.2003
Mekong-Delta

Nachdem wir schon um 7.00 Uhr gefrühstückt hatten ging es zu Fuß zum örtlichen Markt. Der Weg erwies sich weiter als erwartet und die Straße zum Markt schien endlos zu sein ... Die Sonne brannte regelrecht auf uns nieder und als wir dann endlich am Markt ankamen war dieser noch nicht einmal sehr sehenswert. Auf dem Rückweg tranken wir dann zur Erfrischung nochmal eingekühlten Zuckerrohrsaft. Das tat gut!


Marktplatz

Zuckerrohr-Presse

Bienenstock

Danach verließen wir die Gastfamilie wieder und kehrten mit dem Boot wieder zum Ben Tre Bootsanleger zurück. Mit dem Bus ging es dann weiter durchs Mekong-Delta nach Cai Be. Dort sind wir wieder auf ein Boot gestiegen. Wir haben dann eine Puffreisfabrik und die Herstellung von Reispapier angucken können. Weiter ging es dann durch einen schmalen Kanal zu einem netten Gartenrestaurant, in dem wir mal wieder unser Elefantenohr-Fisch-Menue zu essen bekamen. Nach dem Essen konnte man es sich in Hängematten bequem machen und einen kleinen Verdauungsschlaf machen. Danach ging es mit dem Boot zurück zum Bootsanlege wo unser Bus bereits wieder auf uns wartete. Mit der Autofähre haben wir dann den Mekong überquert und sind bis nach Can Tho gefahren, wo wir im Phuong Dong Hotel unterkamen. Zum Abendessen ging es in ein Restaurant in der Stadt, wo wir auf dem Balkon ein leckeres Menue serviert bekamen. Danach ging es noch kurz zum Fluss zum großen silbernen Ho Chi Minh-Denkmal und dann nach Hause ins Hotel.


Pfahlbauten am Mekong

Antennenwald

Puffreis

Bananenblüte

Reispapier

10.11.2003
Mekong-Delta - Ho Chi Minh City (Saigon)

Mal wieder sind wir in ein Boot gestiegen um den Mekong-Fluss zu befahren. User Ziel war am heutigen morgen ein schwimmender Markt. Es waren recht viele Boote mit Händlern auf dem Wasser, die ihre Waren verkaufen wollten. Damit man weiss, was jeder im Angebot hat, wird das entsprechende Produkt an einem langen Stock festgebunden und auf dem Boot aufgestellt. So erkennt man schnell, wer welche Waren im Angebot hat. Es gab nur wenige Touristenboote auf dem Markt, so dass es sich wirklich um einen echten Markt gehandelt hat, der nicht nur für die Touristen aufrecht erhalten wird.


Beim schwimmenden
Markt

Schwimmender Markt

Marktfrau

Schwimmender Markt

Schwimmender Markt

Weiter ging es danach mit Motorrad-Taxis zur Besichtiung eines alten Hauses und danach mit dem Bus zu einem Tempel. Wieder im Bus ging es mit der Autofähre nochmals über den Mekong. Bei unserer Fahrt nach Saigon überquerten wir dann auch noch die große Spannbrücke über den Mekong. Nachmittags kamen wir wieder in Saigon an und stiegen wieder im Bong Sen Hotel ab. Zum Abendessen gingen wir ins Lemongrass Café.


Motorrad-Taxi

Altes Haus

Tempel

Fähre auf dem Mekong

Fliegende Händler
auf der Fähre


© Claudia Leverentz
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